Strukturierendes Wissensmanagement

Strukturierendes Wissensmanagement ist die klassische Form des Wissensmanagements.

Im Folgenden wird der Begriff des Strukturierenden Wissensmanagements einführend erläutert.

Das Grundanliegen des Wissensmanagements ist vermutlich ebenso alt, wie der Umgang mit Wissen selbst. Wissensmanagement zielt in seiner allgemeinsten Form auf das Zusammentragen, das Aufbereiten, das Speichern, das Nutzen und das Weitergeben von Wissen.

Wissensmanagement entstand vor ca. zwei Jahrzehnten in einer Situation, in der viele Organisationen nicht mehr fähig waren, mit dem für ihre Arbeit relevanten Wissen in geregelter, sicherer Form umzugehen und das benötigte Wissen stets aktuell zu halten.

Wissensmanagement in Institutionen und Organisationen dient seither vor allem zwei Anliegen. Es soll

  • das personengebundene Fachwissen der Mitarbeiter der betreffenden Organisation erfassen sowie mitarbeiter-unabhängig aufbereiten und der Organisation zur Verfügung stellen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass Arbeitsbereiche nicht dann in die Krise geraten, wenn Mitarbeiter, die für sie zuvor zuständig waren und über das für die Erfüllung der Aufgabe erforderliche Wissen verfügen, die Organisation verlassen und neue, unerfahrene Mitarbeiter an ihre Stelle treten.

  • das aus Sicht der Führung einer Organisation für die zeitgemäße Steuerung der Arbeitsabläufe relevante gesellschaftliche Wissen zusammentragen, aufbereiten und den Mitarbeitern arbeitsplatzspezifisch anbieten. Dies ist vor allem für Verwaltungen, die oft am unzeitgemäßen Festhalten an überholten Routinen leiden, eine wichtige Funktion.

Wenn Wissensmanagement eine oder beide der o.g. Aufgaben leisen soll, so zielt es darauf ab, Wissen zu standardisieren, Arbeitsroutinen mit standardisiertem Wissen zu stützen sowie vor allem Wissen in expliziter Form zu erfassen, aufzubereiten, zu dokumentieren und arbeitsplatzbezogen zur Verfügung stellen.

Strukturierendes Wissensmanagement dient dazu, Wissen entsprechend den eben aufgeführten Anforderungen aufzubereiten.

Strukturierendes Wissensmanagement beschäftigt sich daher vor allem mit den folgenden Aufgaben:

  • Wissensaufbereitung, bei der insbes. die Umwandlung vom impliziten in explizites Wissen eine wichtige Rolle spielt,

  • Wissensrepräsentation durch – in der Regel computergestützte – Wissenssysteme,

  • Gestaltung von Wissen, in einer Art und Weise, durch die es gut kommunizierbar wird.

Der folgende Text führt in das, am Zukunfts-Zentrum Barsinghausen, erarbeitete Konzept des strukturierenden Wissensmanagements ein.

Strukturierendes Wissensmanagement (04-00-01) (PDF-Datei, 150 KB)

Es ist offensichtlich, dass große Bereiche des derzeit in unserer Gesellschaft bereits praktizierten Wissensmanagements unter die Kategorie des Strukturierenden Wissensmanagements fallen.