Handlungsanleitendes Wissensmanagement

Wissensmanagement dient zunehmend der Steuerung von Handlungen und der Anleitung von Arbeitsprozessen.

Das Zukunfts-Zentrum Barsinghausen hat sich in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Formen des Handlungsanleitenden Wissensmanagements beschäftigt und dafür spezielle Arbeitsinstrumente entwickelt.

Im Folgenden finden Sie eine Einführung in das vom Zukunfts-Zentrum Barsinghausen vertretene Konzept des Handlungsanleitenden Wissensmanagements.

Sind Arbeitsvorgänge sehr stark wissensstrukturiert und von jeweils aktuellem Wissen abhängig, so stehen Organisationen, die für diese Arbeitsprozesse zuständig sind, in vielen Fällen zumindest vor folgenden Herausforderungen

  • Das notwendige Wissen, das sie für den Erfolg ihrer gesamten Tätigkeit benötigen, ist auf viele Spezialisten verteilt. Es steht damit der Organisation als Ganzes keineswegs "automatisch" zur Verfügung. Scheiden spezialisierte Mitarbeiter aus, entstehen Wissenslücken, die die Organisation nur mühsam durch Aufbau von neuen Spezialisten – die die gleichen Probleme verursachen können – schließen kann.

  • Wissenszuwächse, die in der Gesellschaft stattfinden, dringen häufig nur langsam in sich selbst bestätigende Organisation ein. Die meisten Institutionen der Wirtschaft und der Öffentlichen Hand tendieren leider auch dann zur Selbstbestätigung alter Routinen, wenn dies aus Sachgründen nicht mehr angebracht ist.

  • Organisationen verfügen als Ganzes über Wissen, dass sie im eigenen Interessen ihren Mitarbeitern gut aufbereitet zur Verfügung stellen sollten. Häufig fehlt ihnen dafür jedoch die Kommunikationsstruktur (Dies ist z.B. der Fall, wenn die sog. Theoretiker oder Rechtsspezialisten nicht bis zu den Praktikern durchdringen).

Handlungsanleitendens Wissensmanagement konzentriert sich darauf, Handlungsprozesse durch Wissen zu unterstützen. Dies kann auf drei Wegen geschehen, durch

  • das zur Verfügung stellen von Handlungsanleitungen, die denjenigen, der angeleitet werden soll, Schritt für Schritt durch seinen Arbeitsprozess führen und ihn dabei möglichst gut vorgefertigte, auf die Erfordernisse einzelner Arbeitsschritte ausgerichtete Arbeitshilfen anbieten.

  • die Aufbereitung von Sachwissen, an dem sich ein Arbeitsprozess orientiert, oder das ihm als Hintergrund dient, so dass es schnell und effektiv genutzt werden kann.

  • durch das Angebot von, für bestimmte Zwecke gesammeltem und komprimiertem Wissen, wie dies z.B. in Stichwortsammlungen, Karteikartensystemen oder Datenbanken möglich ist.

Handlungsanleitendes Wissensmanagement zielt dabei stets direkt auf die Steuerung von Handlungen durch Wissen, indem es diese Schritt für Schritt anleitet, sowie das erforderliche Hilfs-, Ergänzungs- und Hintergrundwissen zur Verfügung stellt.

Handlungsanleitendes Wissensmanagement (05-00-01) (PDF-Datei, 252 KB)

Handlungsanleitendes Wissensmanagement das auf die Anleitung von Arbeitsprozessen gerichtet ist, steht in einer engen Beziehung zu Qualitätsmanagement, das u.a. ebenfalls Arbeitsprozesse organisieren soll und zum allgemeinen Handlungsmanagement.

Qualitätsmanagement (05-00-02) (PDF-Datei, 146 KB)

Handlungsmanagement (05-00-03) (PDF-Datei, 166 KB)

Wird ein (Wissensbasiertes) Handlungsmanagement auf spezielle Aufgaben oder die Erfordernisse eines Arbeitsplatzes ausgerichtet, so sprechen wir vom Aufgabenmanagement.

Aufgabenmanagement (05-00-04) (PDF-Datei, 266 KB)